Kesselwagen-Nummern-Erkennungs-System

(RTCDS = Rail Tank Cars Detection System)



Das Kesselwagen-Nummern-Erkennungs-System (RTCDS) der IGATEC GmbH erkennt die 8-stelligen Kesselwagen-Nummern (KWGNR) vorbeifahrender Eisenbahnkesselwagen.

Vor dem Verladebahnhof werden pro Gleis 1 bis 4 Kameras sowie ein Anschlusskasten aufgestellt (entsprechend der Kundenanforderung an die Erkennungsrate).

Ein induktiver Radsensor (alternativ eine Lichtschranke) erkennt bei Einfahrt in den Verladebahnhof die Eisenbahnkesselwagen. Hierbei wird auch die Lokomotive erfasst, jedoch nicht fotografiert.

Die Auswertung des Radsensorsignals ermöglicht die korrekte Erfassung aller Eisenbahnkesselwagen (es wird zwischen 4- und 8-achsigen KWG unterschieden) sowie exaktes Schalten (Triggern) der Kamera zur Erfassung der Bilder des Tanks und/oder Fahrgestells durch das RTCDS.

Die erfassten Bilder werden mit einer OCR-Nummernerkennungssoftware (Optical Character Recognition) von einem Bildverarbeitungsrechner ausgewertet, welcher anschließend die erkannten Nummern mithilfe der Prüfziffer auf Plausibilität prüft (Prüfziffer = die letzte Ziffer der KWGNR).

Die Nummern werden zusammen mit den Dateipfaden der zugehörigen Bilder in einer Datenbank oder Übergabedatei gespeichert. Der Operator hat die Möglichkeit, in einer Korrekturmaske die erkannten Nummern anhand dieser Bilder nochmals zu überprüfen und ggf. zu anzupassen.

Technische Daten / Merkmale

  • Steigerung des Automatisierungsgrads und dadurch der Effizienz der Verladeanlage
  • Erkennung der Kesselwagennummern bei fahrendem Zug (Vmax kleiner/gleich 5 m/s)
  • Datenerfassung mit 1 bis 4 Kameras parallel (Kundenvorgabe: Genauigkeit der Erkennung)
  • Auswertung durch Bildverarbeitungsrechner (19“-Industrie-PC)
  • Erfassung unterschiedlicher Kesselwagen (4 oder 8-achsig) bzw. des kompletten Zugverbandes (inkl. Lok) durch Achszählung und Auswertung
  • Nachtbetrieb (LED)
  • Betriebstemperatur bis -60°C möglich (beheizte Kameras)
  • Dezentralisierung durch Verwendung von Lichtwellenleitern (bis zu 100 km Abstand zu Schaltraum/Operator möglich)
    • siehe Abbildung 1
  • Echtzeitbilddarstellung (aktuelle Livebilder der Kameras können am Leitsystemrechner vom Operator angesehen werden)
  • Videoaufzeichnung des vorbeifahrenden Zuges
  • Speicherung der Kesselwagenbilder sowie Zuordnung dieser Bilder zu den entsprechenden Kesselwagen
  • automatische Plausibilitätsprüfung der erkannten Nummern mithilfe der Prüfziffer (= die letzte Ziffer der KWGNR)
  • Korrekturmaske zur Sichtprüfung durch den Operator
    • siehe Abbildung 2
  • Ausführung in Ex-Variante möglich
  • Speicherung der zugehörigen Kesselwagentypen (4- oder 8-achsig) in einer Datenbank, um bei Wiederauftreten der Kesselwagennummer (8-stellig) die Kesselwagentypnummer (2-stellig) automatisch zuordnen zu können. Erläuterung: Die KWGNR ist eindeutig, d.h. wenn dieselbe NR wieder auftaucht, handelt es sich auch um denselben Kesselwagen-Typ.
    • siehe Abbildung 3
      Bei den abgebildeten drei KWG befindet sich die NR an unterschiedlichen Stellen. Deshalb ist es schwierig diese bildverarbeitungstechnisch zu erkennen, da sich Position und Größe unterscheiden können und nicht genormt sind.

Abb. 1- schematische Darstellung des Systems


Abb. 2 – Auszug aus der Korrekturmaske


Abb. 3 – unterschiedliche Positionierung der KWG-Nummern

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